Steuernews vom Januar 2019 - Vermehrte Steuerjagd auf Senioren!

 

Durch die Datenansammlung der Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen, an der Informationen von Renten- und Pensionskassen, Versorgungswerken und Lebensversicherern gesammelt wurden, ist es den Behörden möglich, jeden Ruheständler dahingehend zu prüfen, was er an gesetzlichen und privaten Renten kassiert.

Für viele Senioren besteht vermehrt Handlungsbedarf, denn die Rentenbesteuerung gibt es bereits seit dem Jahr 2005 und immer mehr „Neurentner“ sind bzw. werden von der Rentenbesteuerung künftig betroffen sein und Steuern auf ihre Renten zahlen müssen. Durch die erfreuliche Rentenerhöhung von 4,5% in 2016 müssen leider auch etwa 160.000 Rentner Steuern zahlen, die vorher noch unterhalb des sog. Grundfreibetrags lagen.

Wenn das Schreiben des Finanzamts erst einmal im Briefkasten ist, werden zusätzlich zu der Steuernachzahlung Verspätungszuschläge festgesetzt.

Wer für vergangene Veranlagungszeiträume noch keine Steuererklärung abgegeben hat, sollte dringend prüfen, ob er dazu verpflichtet gewesen wäre.

Ob Steuern anfallen hängen unter anderem von der Höhe der gesamten Bruttorenten, dem Renteneintrittsdatum und der Veranlagungsart (ob Einzelveranlagung oder Zusammenveranlagung) ab.

Von den Renteneinkünften können Senioren einige Ausgaben steuerlich geltend machen, die das zu versteuernde Einkommen senken. Neben evtl. vorhandenem Behinderten-Pauschbetrag können Rentner Vorsorgeaufwendungen, Spenden sowie Ausgaben für Handwerkerlohnkosten und Dienstleistungen im eigenen Haushalt steuerlich geltend machen.